RatgeberBeim Fenstertausch wird über den Rollladenkasten mitentschieden – meist beim Aufmaß und ohne dass jemand darüber spricht. Dabei bestimmt er, wie viel Fensterfläche übrig bleibt und ob die Anschlussfuge oben überhaupt dicht wird.
RatgeberAlte Rollladenkästen verlieren mehr Wärme durch Undichtigkeit als durch das dünne Blech. Wer nur eine Dämmschale einklebt, kühlt den Kasten ab, ohne den Luftstrom zu stoppen.
RatgeberDas Gesetz gibt Eltern nur zwei enge Rückforderungsgründe an die Hand: die eigene Verarmung und groben Undank. Insolvenz, Scheidung oder ein Verkauf hinter ihrem Rücken müssen in der Urkunde stehen — und im Grundbuch gesichert sein.
RatgeberSteigt bei Starkregen Wasser aus dem Bodenablauf, kommt es aus dem Kanal. Welche Sicherung zulässig ist, entscheidet eine einzige Höhenlinie – die Rückstauebene.
RatgeberDIN EN 13564-1 unterscheidet Rückstauverschlüsse nach der Zahl ihrer Verschlüsse. Welcher Typ verbaut ist, entscheidet darüber, welches Abwasser er sichern darf — und ob er im Ernstfall überhaupt dicht wird.
RatgeberDas Sachwertverfahren nach §§ 35–39 ImmoWertV bewertet Ein- und Zweifamilienhäuser über Bausubstanz und Bodenwert. Wie Normalherstellungskosten (NHK), Alterswertminderung und Sachwertfaktor ineinandergreifen – mit vollständiger Musterrechnung.
RatgeberIm bewohnten Haus beginnt die Gewährleistungsfrist oft, ohne dass jemand eine Abnahme erklärt hat — und der Staubschutz wird zum Vertragsgegenstand statt zur Freundlichkeit des Handwerkers.
RatgeberEin belastbares Sanierungsbudget besteht aus fünf Zeilen: Maßnahmen, Planung, Reserve nach Risiko, Preissteigerung bis zur Vergabe und erst zugesagte Förderung. Im Modell für ein Haus von 1975 werden aus 59.600 Euro Maßnahmen knapp 71.000 Euro Budget und nach KfW-Zuschuss rund 58.100 Euro.
RatgeberVermieter setzen Sanierungskosten als Werbungskosten ab. Übersteigen die Kosten in den ersten drei Jahren 15 Prozent des Gebäudewerts, droht die langwierige Abschreibung.
RatgeberWer in Etappen saniert und dabei wohnen bleibt, wird nicht von der Einsparung geleitet, sondern von zwei Grenzwerten und einer Handvoll baulicher Abhängigkeiten. Beide stehen fest und lassen sich vorher prüfen.
RatgeberDie Durchflussangabe im Datenblatt gilt für drei bar Fließdruck — bei höherem Druck läuft mehr. Wer die Menge selbst misst und gegen die Warmwasserkosten rechnet, trifft die teuerste Entscheidung im Bad bewusst.
RatgeberNach § 644 BGB trägt der Unternehmer die Gefahr bis zur Abnahme. Ist die VOB/B vereinbart, gilt das Gegenteil – und zwischen Handwerkerhaftung und Gebäudeversicherung klafft genau dort eine Lücke, in die der typische Bauschaden fällt.
RatgeberMaßgeblich ist nicht die Lautstärke am Gerät, sondern der Pegel am Fenster des Nachbarn. Mit dem Schallleistungspegel aus dem Datenblatt lässt er sich vorab abschätzen.
RatgeberDIN 4109 begrenzt Installationsgeräusche auf 30 dB(A) in fremden Wohn- und Schlafräumen. Im eigenen Wohnbereich stellt die Norm ausdrücklich keine Anforderung — dort entscheidet allein, was im Vertrag steht.
RatgeberEin Laubbaum an der Westfassade verschattet genau dann, wenn das Haus am wärmsten ist, und lässt im Winter die Sonne wieder durch. Über den Erfolg entscheiden zwei Zahlen: die Kronenbreite im Alter und die Trockentoleranz der Art.
RatgeberOb bei der Übertragung eines Hauses Schenkungsteuer anfällt, entscheiden drei Größen: der vom Finanzamt festgestellte Grundbesitzwert, das Verwandtschaftsverhältnis und das Datum der letzten Zuwendung aus derselben Hand.
RatgeberDie Fensterlaibung kann durch kalte Oberflächen, Feuchte im Aufbau oder einen Außenwasserweg auffällig werden. Messstellen und Klimaverlauf müssen diese Möglichkeiten auseinanderhalten, bevor ein Sanierungsweg gewählt wird.
RatgeberHinter einem Schrank steigt nicht die Raumfeuchte — es fällt nur die Wandtemperatur. Das Umweltbundesamt rechnet für den ungedämmten Altbau vor, wie schnell daraus ein Schimmelklima wird.
RatgeberNach einem Wasserschaden kann Schimmel innerhalb weniger Tage bis Wochen wachsen. Oberflächlichen Befall unter 0,5 m² mit bekannter Ursache dürfen Sie laut Umweltbundesamt selbst entfernen; alles darüber und alles in Estrich oder Dämmung gehört zur Fachfirma.
RatgeberEin Gerät in der HEMS-App kann sichtbar sein, ohne sich steuern zu lassen. Prüfen Sie Messpunkt, Protokoll, Freigaben und vereinbarte Reaktion, bevor Sie von einer funktionierenden Integration ausgehen.
RatgeberFast vier von zehn Wohnungseinbrüchen finden am Tag statt. Licht und Simulation können deshalb nur ergänzen, was Mechanik leistet — und müssen dabei den Richtwert am Nachbarfenster einhalten.
RatgeberEin blickdichtes Element von zwei Metern Höhe nimmt bei Sturm mehrere Hundert Kilogramm Windlast auf. Wer diese Kraft nicht in den Boden oder in ein tragfähiges Bauteil ableitet, baut ein Segel.
RatgeberFür 12 Meter Sichtschutzhecke kostet das Pflanzgut je nach Art rund 600 bis 1.900 Euro. Der Vergleich zeigt Preis, Wuchs, Giftigkeit und Schnittregeln von Hainbuche, Rotbuche, Liguster, Thuja, Kirschlorbeer und Eibe.
RatgeberEine Hauswand wird von Decken und Querwänden gehalten, eine Gartenmauer nur von ihrem eigenen Gewicht und ihrem Fundament – und der Wind greift quer an. Daraus folgen Wandstärke, Fundamentbreite und die beiden Details, an denen gemauerte Sichtschutzwände in der Praxis kaputtgehen.
RatgeberEin aufgesetztes Smart Lock ersetzt den Schlüssel, nicht die Türsicherung. Was der Antrieb mechanisch bewegt, was er blockiert und welche Teile der Tür darüber entscheiden, ob sie hält.
RatgeberEin elektronischer Kopf misst die Temperatur direkt über dem Heizkörper, regelt aber auf den Raum. Was daraus folgt, entscheidet über den Nutzen — und bei Wärmepumpen kehrt sich die Rechnung um.
RatgeberElektronischer Zutritt ersetzt keinen mechanischen Einbruchschutz. Er löst ein anderes Problem — und berührt dabei den Versicherungsschutz, bei dem die Anbieter erstaunlich weit auseinanderliegen.
RatgeberZwischen 15 Zentimetern unter und 40 Zentimetern über Geländeoberkante gelten andere Regeln als an der übrigen Fassade. Dübel sind erst ab 30 Zentimetern über Gelände zulässig — darunter hält die Platte allein durch Kleber und Erdreich.
RatgeberPropylenglykol ist nur bis rund 170 Grad stabil, ein Flachkollektor wird im Stillstand heißer. Wie oft Sie das Fluid prüfen lassen, welcher Glykolanteil genügt und warum das Ausdehnungsgefäß im Solarkreis rund dreimal so groß ausfällt.
RatgeberZwischen der besten und der gerade noch zulässigen Effizienzklasse liegen bei 300 Litern 542 Kilowattstunden im Jahr. Das Datenblatt des Speichers verdient deshalb dieselbe Aufmerksamkeit wie die Dachfläche.
RatgeberVier Personen brauchen rund 2.400 Kilowattstunden Nutzwärme im Jahr – Speicher und Zirkulation schlagen noch einmal 600 bis 2.400 drauf. Die übliche Auslegung mit 1,5 Quadratmetern je Person bezieht sich auf diese Bruttosumme, nicht auf die Dusche.
RatgeberEine Kombianlage braucht die zwei- bis dreifache Kollektorfläche einer Warmwasseranlage und liefert davon nur 10 bis 20 Prozent der Heizwärme. Die Rechnung mit Fläche, Speichervolumen und Deckungsgrad – und der Vergleich mit Photovoltaik auf demselben Dach.
RatgeberDer erdseitige Kreislauf hat für seinen teuersten Betriebsfehler keine Anzeige: Werden die Sondenkreise am Verteiler unterschiedlich stark durchströmt, sinkt die Arbeitszahl über Jahre, ohne dass die Regelung etwas meldet.
RatgeberEin Sondernutzungsrecht ist kein Sondereigentum. Warum Garten und Stellplatz Gemeinschaftseigentum bleiben, welche Umbauten erlaubt sind und wer Instandhaltung zahlt.
RatgeberDie Windwiderstandsklasse einer Markise ist keine Eigenschaft des Produkts, sondern ein Ergebnis der Befestigung. Welche Klasse an Ihrer Wand herauskommt, entscheiden Untergrund, Konsolen und Dübel — nicht der Prospekt.