Notfallvorsorge zu Hause: Was Eigentümer für Stromausfall und Starkregen vorbereiten können
Das BBK hat seinen Vorsorge-Ratgeber modernisiert. Für Hausbesitzer beginnt gute Vorbereitung mit klaren Zuständigkeiten, Vorräten und einem sicheren Gebäude.

Das Wichtigste in Kürze
- Das BBK empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können; auch drei Tage helfen.
- Hausbesitzer sollten Strom, Wasser, Heizung, Keller und Kommunikationswege mitdenken.
- Die aktuelle BBK-Publikation enthält Checklisten für verschiedene Notsituationen.
Stromausfälle, Starkregen oder länger unterbrochene Lieferketten wirken im Eigenheim schnell sehr konkret: Die Heizung braucht Strom, die Hebeanlage im Keller kann ausfallen und viele Informationen sind nur noch digital erreichbar. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat seinen Vorsorge-Ratgeber deshalb neu aufgestellt.
Der Vorrat ist nur ein Teil der Vorbereitung
Das BBK empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können. Auch ein Vorrat für mindestens drei Tage hilft bereits. Für Eigentümer gehören dazu nicht nur Lebensmittel und Trinkwasser, sondern auch benötigte Medikamente, Lichtquellen, ein batteriebetriebenes Radio und geladenes Kommunikationszubehör.
Das Gebäude durchgehen
Ein kurzer Haus-Check schafft Klarheit: Wo befindet sich die Hauptabsperrung für Wasser? Funktioniert die Taschenlampe im Sicherungskasten? Gibt es bei Starkregen einen Rückstauverschluss oder eine Hebeanlage – und wer kontrolliert sie? Sind Kellerfenster, Lichtschächte und Dachabläufe frei? Solche Fragen sollten alle Haushaltsmitglieder beantworten können.
Nachbarschaft und Dokumente einbeziehen
Namen und Nummern wichtiger Kontakte gehören zusätzlich auf Papier. Dazu zählen Hausverwaltung, Heizungsbetrieb, Elektriker, Versicherer und Nachbarn. Wertvolle Unterlagen lassen sich digital sichern; die Zugangsdaten und ein Ausdruck der wichtigsten Informationen sollten jedoch getrennt und geschützt aufbewahrt werden.
Praxisregel: Vorräte und technische Hilfsmittel regelmäßig verwenden und nachkaufen. Wer alles erst im Ernstfall ausprobiert, findet Schwachstellen zu spät.
Die BBK-Checklisten bieten eine gute Grundlage. Was konkret nötig ist, hängt allerdings vom Gebäude, den Bewohnern und lokalen Risiken ab.























