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Smart Home absichern: Fünf Regeln für vernetzte Haustechnik

Türschloss, Kamera und Heizung hängen zunehmend am Heimnetz. Updates, getrennte Netze und klare Zugriffsrechte begrenzen digitale Risiken.

Hand an einem vernetzten Raumthermostat
Hand an einem vernetzten RaumthermostatFoto: Heatable / Flickr, bearbeitet (Zuschnitt)CC BY 2.0

Das Wichtigste in Kürze

  • Sicherheitsupdates und eine klare Supportdauer gehören zu den Kaufkriterien.
  • Smart-Home-Geräte sollten möglichst von privaten Computern und Datenspeichern getrennt werden.
  • Heizung, Tür und Licht brauchen eine sinnvolle Funktion auch bei Internet- oder Cloud-Ausfall.

Ein smartes Thermostat ist ein kleiner Computer am Heizkörper, eine Videotürklingel ein internetfähiges Kamerasystem und ein elektronisches Schloss Teil der Zutrittskontrolle. Vernetzung schafft Komfort, erweitert aber auch die Zahl der Geräte, die gepflegt und abgesichert werden müssen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt unter anderem zeitnahe Updates, starke Zugangsdaten und abgesicherte Heimnetze. Für Gebäudetechnik kommt eine weitere Frage hinzu: Was funktioniert noch, wenn Internet, Hersteller-Cloud oder Smartphone ausfallen?

1. Support vor Funktionen vergleichen

Prüfen Sie vor dem Kauf, wie lange der Hersteller Sicherheitsupdates zusagt, wie sie installiert werden und ob das Gerät ohne Cloudkonto nutzbar ist. Ein günstiger Sensor kann teuer werden, wenn die App nach wenigen Jahren eingestellt wird und das ganze System ersetzt werden muss.

Bevorzugen Sie Produkte, bei denen sich Konten, Geräte und Daten exportieren oder sauber löschen lassen. Notieren Sie Seriennummern, Installationsdatum und zugesagte Supportdauer in einer Geräteliste.

2. Jedes Standardpasswort ersetzen

Router, Zentrale, Kameras und Apps erhalten individuelle, starke Passwörter. Wo möglich, wird Mehr-Faktor-Authentisierung aktiviert. Gemeinsame Familienkonten sind bequem, erschweren aber die Frage, wer welche Änderung vorgenommen hat. Besser sind persönliche Zugänge mit den jeweils nötigen Rechten.

Nicht mehr benötigte Fernzugriffe, Testkonten und Freigaben für frühere Dienstleister werden entfernt. Nach Eigentümer-, Mieter- oder Verwalterwechsel ist ein geordneter Zugriffswechsel Pflichtprogramm.

3. Geräte im Netz trennen

Viele Router bieten ein Gast- oder separates Gerätenetz. Smart-Home-Komponenten müssen nicht automatisch auf private Computer, Netzwerkspeicher oder Arbeitsgeräte zugreifen können. Eine Trennung begrenzt mögliche Schäden, falls ein einzelnes Gerät kompromittiert wird.

Fernzugriff sollte über die vorgesehene sichere Lösung erfolgen. Ungeprüft freigegebene Ports im Router schaffen direkte Angriffsflächen. Router-Firmware und Apps werden ebenfalls aktuell gehalten.

4. Daten und Kameras sparsam konfigurieren

Deaktivieren Sie Funktionen, die Sie nicht brauchen: dauerhafte Sprachaufzeichnung, Standortfreigaben oder unnötige Cloud-Speicherung. Bei Kameras muss der Bildausschnitt rechtlich zulässig sein. Protokolle und Aufbewahrungsfristen sollten zum tatsächlichen Zweck passen.

5. Den Ausfall testen

Schalten Sie testweise Internet oder Zentrale ab: Lässt sich die Tür noch sicher öffnen? Hält die Heizung eine vernünftige Temperatur? Funktioniert Licht manuell? Gibt es einen mechanischen Notzugang und sind Batterien rechtzeitig wechselbar?

Ein sicheres Smart Home ist kein einmal abgeschlossenes Projekt. Ein vierteljährlicher Blick auf Updates, Nutzerkonten, Batterien und unbekannte Geräte im Router genügt oft, um aus vielen Einzelprodukten ein beherrschbares Haustechniksystem zu machen.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. BSI – Basistipps zur IT-Sicherheit
  2. BSI – Smart Home, aber sicher
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