Solarstromrekord: Sonne war im Juni die größte Stromquelle der EU
Im Juni 2026 hat Solarstrom erstmals ein Viertel des gesamten EU-Stroms geliefert. In Deutschland stammten 36 Prozent des Stroms aus der Sonne.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Juni 2026 lieferte Solarstrom erstmals 25 Prozent des gesamten EU-Stroms.
- In Deutschland stammten 36 Prozent des Stroms aus der Sonne – ein neuer Rekord.
- Erstmals seit 2026 kam in der EU mehr Strom aus der Sonne als aus jeder anderen einzelnen Quelle.
Im Juni 2026 hat Solarstrom erstmals ein Viertel des gesamten Stroms in der Europäischen Union geliefert. Die Analyse der Energiedenkfabrik Ember zeigt, dass die Sonne 52 Terawattstunden Strom erzeugte – ein neuer monatlicher Rekord. In Deutschland stammten 36 Prozent des Stroms aus der Sonne, in Spanien waren es 34 Prozent.
Erstmals größte einzelne Stromquelle
Die Sonnenenergie war im Juni die größte einzelne Stromquelle der EU. Sie lag vor Kernenergie mit 21 Prozent, Erdgas mit 15 Prozent, Windkraft mit 14 Prozent und Wasserkraft mit zwölf Prozent. Nur zum dritten Mal überhaupt war Solarstrom die führende Energiequelle in der EU – nach Juni 2025 und Mai 2026.
In Deutschland wurde der Rekord bereits im Mai mit 33 Prozent übertroffen. Im Juni stieg der Anteil weiter auf 36 Prozent. Das bedeutet: Von jedem drei Kilowattstunden, die im Juni in Deutschland verbraucht wurden, kam eine aus der Sonne.
Was das für PV-Besitzer bedeutet
Die Rekordzahlen zeigen, dass Photovoltaik nicht nur eine Nischentechnologie ist, sondern eine tragende Säule der europäischen Stromversorgung. Für Besitzer einer eigenen Anlage bedeutet das: Der Eigenverbrauch wird immer wirtschaftlicher, da der vermiedene Netzbezug einen immer höheren Wert hat.
Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass die Netze mit hohen Solarstromanteilen umgehen müssen. In Spitzenzeiten kann der Solarstrom die Nachfrage übersteigen, was zu Abregelungen oder negativen Strompreisen führen kann. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz soll den Zubau besser steuern, um Netzüberlastungen zu vermeiden.
Deutschland im EU-Vergleich
Deutschland liegt mit 36 Prozent Solarstromanteil deutlich über dem EU-Durchschnitt von 25 Prozent. Spanien erreichte 34 Prozent, Polen – eines der größten Kohleländer – generierte 24 Prozent seines Stroms aus der Sonne. Die Zahlen zeigen, dass Solarstrom in allen EU-Ländern an Bedeutung gewinnt, unabhängig von der bisherigen Energiepolitik.
Die Solarenergie half auch dabei, die Hitzewelle in Europa zu bewältigen. Während andere Energiequellen an ihre Grenzen stießen, lieferte die Sonne zuverlässig Strom.
Ausblick
Die Zahlen bestätigen den Trend: Solarstrom wird zur wichtigsten Stromquelle in der EU. Für neue PV-Anlagen bedeutet das steigende Wirtschaftlichkeit durch höheren Eigenverbrauchswert und sinkende Technologiekosten. Nutzen Sie den Photovoltaik-Rechner, um Ertrag, Eigenverbrauch und Amortisationszeit Ihrer Anlage zu berechnen.



































