Eigenverbrauch bei Photovoltaik einfach erklärt
Eigenverbrauch ist der Teil des Solarstroms, den ein Haushalt selbst nutzt, statt ihn ins Netz einzuspeisen; die Eigenverbrauchsquote setzt diese Menge ins Verhältnis zur gesamten PV-Erzeugung.
Was bedeutet Eigenverbrauch bei Photovoltaik?
Die Eigenverbrauchsquote teilt den selbst genutzten Solarstrom durch die gesamte Erzeugung der Anlage. Der Autarkiegrad verwendet denselben Zähler, teilt aber durch den gesamten Stromverbrauch des Haushalts. Beide Kennzahlen werden oft verwechselt: Die erste sagt, wie viel vom erzeugten Strom im Haus bleibt, die zweite, wie viel vom Verbrauch die Anlage deckt. Auch Strom, der in den Batteriespeicher fließt und später genutzt wird, zählt zum Eigenverbrauch.
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch einer typischen Anlage auf dem Einfamilienhaus bei 25 bis 35 Prozent, weil mittags viel erzeugt und abends viel verbraucht wird. Mit Batteriespeicher steigt die Quote deutlich, liegt aber selten über 70 Prozent. Die Verbraucherzentrale nennt für den Autarkiegrad einen Anstieg von rund 25 bis 30 Prozent auf bis zu 70 Prozent, wenn ein Speicher hinzukommt.
Größe und Verbrauch verschieben die Werte gegeneinander. Eine größere Anlage erhöht den Autarkiegrad, senkt aber die Eigenverbrauchsquote, weil mehr Strom übrig bleibt. Wärmepumpe, Elektroauto und zeitlich verschobene Verbraucher wie Spül- oder Waschmaschine heben die Quote, ebenso ein Energiemanagementsystem. Als Faustregel für Speicher empfiehlt die Verbraucherzentrale etwa 1,5 Kilowattstunden Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch.
Warum ist der Begriff für Eigentümer wichtig?
Eigenverbrauch ist wertvoller als Einspeisung, weil er teuren Netzstrom ersetzt. Der BDEW beziffert den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis 2026 auf 37,0 Cent je Kilowattstunde. Für eine kleine Dachanlage mit Teileinspeisung, die ab August 2026 in Betrieb geht, zahlt der Netzbetreiber dagegen 7,70 Cent. Jede selbst genutzte statt eingespeiste Kilowattstunde bringt damit rund 29 Cent Vorteil. Nach dem EEG-Entwurf für 2027 sollen neue Anlagen noch weniger für eingespeisten Strom erhalten, was den Eigenverbrauch zusätzlich aufwertet.


