Solarrekord in Deutschland: H1 2026 mit 43,2 TWh

Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Solarrekord aufgestellt: 43,2 TWh Solareinspeisung und 61,8 Prozent Erneuerbare am Strommix. Was das für Eigentümer bedeutet.

Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus mit blauen Solarmodulen
Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus mit blauen SolarmodulenFoto: iStock / Quelle, bearbeitet (Zuschnitt)CC BY 4.0

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland erzielte im ersten Halbjahr 2026 mit 43,2 TWh einen neuen Solarrekord.
  • Die installierte PV-Leistung wuchs um 7 GW auf 124,9 GWp.
  • Erneuerbare Energien deckten 61,8 Prozent der Netto-Stromerzeugung.
  • Die Speicherkapazität stieg von 25,4 auf 29,3 GWh.

Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Solarrekord aufgestellt. Die Solareinspeisung lag bei 43,2 Terawattstunden – ein Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit starkem Windanteil haben die Erneuerbaren einen Rekordwert erreicht: 61,8 Prozent der Netto-Stromerzeugung stammten aus erneuerbaren Quellen.

Installierte Leistung wächst rasant

Die installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland ist in den ersten sechs Monaten um 7 Gigawatt gewachsen und liegt nun bei 124,9 Gigawattpeak (GWp). Besonders Gebäudeanlagen bis 30 kWp haben mit 2,1 GWp zum Zubau beigetragen. Freiflächenanlagen trugen mit 3,5 GWp den größeren Anteil am Wachstum.

Der Solareinspeisungsanteil an der deutschen Stromerzeugung erreichte 18,2 Prozent – ein Plus von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Onshore-Windkraft lieferte zusätzlich 52,8 TWh.

Speicher werden wichtiger

Die installierte Speicherkapazität für Strom ist von 25,4 auf 29,3 Gigawattstunden gestiegen. Nach Einschätzung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE kann der Ausbau von Batteriespeichern negative Strompreise an der Börse während des Tages reduzieren und Preisspitzen in den Abendstunden dämpfen.

Für Eigentümer bedeutet das: Ein Stromspeicher wird zunehmend zur sinnvollen Ergänzung einer PV-Anlage. Er ermöglicht höheren Eigenverbrauch und reduziert die Abhängigkeit vom Börsenstrompreis.

Was das für Eigentümer bedeutet

Die Zahlen zeigen: Solarstrom ist keine Nischenlösung mehr, sondern ein zentraler Bestandteil der deutschen Stromversorgung. Für Hausbesitzer hat das mehrere Konsequenzen.

Der Eigenverbrauch von Solarstrom wird wirtschaftlich immer attraktiver. Während die Einspeisevergütung bei 7,78 Cent pro Kilowattstunde liegt (Stand Juli 2026, Teileinspeisung bis 10 kW), vermeidet jeder selbst verbrauchte Kilowattstrom den aktuellen Strompreis von oft über 30 Cent. Je höher der Eigenverbrauchsanteil, desto größer der finanzielle Vorteil.

Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich, da er überschüssigen Solarstrom zwischenspeichert und in den Abendstunden oder an bewölkten Tagen zur Verfügung stellt. Die gestiegene Speicherkapazität in Deutschland zeigt, dass immer mehr Eigentümer diesen Weg gehen.

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Quellen und weiterführende Informationen

  1. Denkstrom: Solarrekord treibt Erneuerbare auf 61,8 Prozent
  2. PV Tech: German solar PV generation up 10% in H1 2026
  3. SolarQuarter: Germany's Renewable Energy Share Reaches 61.8%
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