Lazard-Bericht: Erneuerbare bleiben trotz steigender Kosten die günstigste Option
Der Lazard LCOE-Bericht 2026 zeigt: Solar und Wind sind nach wie vor die kostengünstigsten Stromerzeugungstechnologien – obwohl die Kosten für alle Technologien steigen.

Das Wichtigste in Kürze
- Lazard bestätigt: Utility-Solar liegt bei 40 bis 98 Dollar pro Megawattstunde, Onshore-Wind bei 37 bis 99 Dollar.
- Die Kosten für alle Erzeugungstechnologien steigen – durch höhere Kapitalkosten, Zinsen und Lieferketten.
- Gas-Kraftwerke liegen bei 51 bis 129 Dollar, neue Atomkraft bei 175 bis 255 Dollar pro Megawattstunde.
Erneuerbare Energien bleiben die kostengünstigste Option
Lazard hat am 16. Juli 2026 seinen jährlichen Levelized Cost of Energy+ Bericht veröffentlicht. Das zentrale Ergebnis: Unsubventionierte erneuerbare Energien sind nach wie vor die wirtschaftlichste Form der neuen Stromerzeugung. Utility-Solar liegt bei 40 bis 98 Dollar pro Megawattstunde, Onshore-Wind bei 37 bis 99 Dollar.
Zum Vergleich: Gas-Kraftwerke (Combined Cycle) liegen bei 51 bis 129 Dollar, neue Atomkraft bei 175 bis 255 Dollar pro Megawattstunde. Mit Steueranreizen könnte Solar sogar auf 16 Dollar pro Megawattstunde sinken.
Warum die Kosten steigen
Trotz der führenden Position der Erneuerbaren steigen die Kosten für alle Technologien. Lazard nennt höhere Kapitalkosten, anhaltend hohe Zinsen, Zollweitergaben und Lieferkettenanpassungen als Haupttreiber. Besonders deutlich zeigt sich das bei Offshore-Wind, der zwischen 105 und 167 Dollar pro Megawattstunde liegt.
Die Spannbreite der Kosten hat sich vergrößert: Die oberen Enden steigen schneller als die unteren. Lazard interpretiert das so, dass einige Projektentwickler die Kostenpressung besser beherrschen als andere.
Was das für Ihre Sanierungsplanung bedeutet
Für Hausbesitzer, die eine Sanierung planen, bestätigt der Bericht die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik. Die Stromkosten aus eigener PV-Anlage liegen deutlich unter dem Netzbezug – auch wenn die Investitionskosten für Module und Wechselrichter gestiegen sind.
Besonders relevant ist der Befund, dass die Grenzkosten bestehender Erneuerbare nahe bei null liegen. Das bedeutet: Eine bereits installierte PV-Anlage oder Wärmepumpe produziert Strom bzw. Wärme zu minimalen laufenden Kosten. Neue Investitionen in fossile Technologien werden im Vergleich immer teurer.
Speicher werden teurer
Ein Negativpunkt des Berichts: Die Kosten für standalone Stromspeicher steigen wieder an, nachdem sie im Vorjahr noch gesunken waren. Lazard führt Zölle auf Lithium-Ionen-Batterieimporte an, die den Zugang zu günstigen chinesischen Zellen eingeschränkt haben. Die Lieferkette verschiebt sich hin zu südostasiatischen und inländischen Produzenten.
Für die Planung von PV-Anlage plus Speicher bedeutet das: Die Amortisationszeit kann sich verlängern. Ein reiner Eigenverbrauch ohne Speicher bleibt oft die wirtschaftlichere Option.
Fazit für die Praxis
Der Lazard-Bericht bestätigt: Erneuerbare Energien sind die kostengünstigste Option für neue Stromerzeugung. Für Hausbesitzer bedeutet das, dass Investitionen in Photovoltaik und Wärmepumpe auch ohne Förderung wirtschaftlich sein können – insbesondere im Vergleich zu fossilen Alternativen, deren Kosten durch steigende Brennstoff- und Anlagenpreise weiter ansteigen.
Nutzen Sie den Photovoltaik-Amortisationsrechner, um die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage für Ihr Haus zu berechnen. Der Energiekosten-Rechner hilft Ihnen, den Effekt von Strompreisänderungen auf Ihre Jahreskosten zu verstehen.





























