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LNG (Flüssigerdgas) einfach erklärt

LNG (Liquefied Natural Gas) ist Erdgas, das auf rund minus 162 Grad Celsius abgekühlt und dadurch verflüssigt wird; flüssig braucht es nur noch etwa ein Sechshundertstel des Volumens und lässt sich per Tankschiff über die Weltmeere transportieren.

Was bedeutet LNG (Flüssigerdgas)?

Erdgas besteht überwiegend aus Methan. Im Exporthafen wird es gereinigt und so weit abgekühlt, dass es flüssig wird. Spezialtanker transportieren es in stark isolierten Tanks nahezu drucklos; ein Teil verdampft unterwegs und wird oft als Antrieb genutzt. Pipelines brauchen feste Leitungen zwischen Förderland und Abnehmer, LNG kann dagegen jeden Hafen mit passendem Terminal erreichen.

Im Terminal wird das LNG wieder erwärmt, verdampft und ins Gasnetz eingespeist. Deutschland nutzt dafür vor allem schwimmende Anlagen, sogenannte FSRU (Floating Storage and Regasification Unit): Schiffe, die LNG speichern und an Bord wieder in Gas umwandeln. Die Bundesnetzagentur nennt für 2025 Einspeisungen über die Standorte Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin und Mukran auf Rügen. Das erste deutsche Terminal ging Ende 2022 in Wilhelmshaven in Betrieb, als Ersatz für ausbleibendes russisches Pipelinegas.

Nach Zahlen der Bundesnetzagentur importierte Deutschland 2025 insgesamt 1.031 Terawattstunden Erdgas. Über die deutschen LNG-Terminals kamen davon 106 Terawattstunden, ein Anteil von 10,3 Prozent; 2024 waren es 69 Terawattstunden oder rund 8 Prozent. Der größte Teil kam weiterhin per Pipeline, vor allem aus Norwegen mit 44 Prozent, den Niederlanden mit 24 Prozent und Belgien mit 21 Prozent.

LNG ist nicht mit Flüssiggas (LPG) zu verwechseln. Flüssiggas besteht aus Propan und Butan, wird schon unter leichtem Druck flüssig und steht als Tank im Garten von Häusern ohne Gasanschluss. Autogas ist ebenfalls LPG.

Warum ist der Begriff für Eigentümer wichtig?

Für Ihre Gasheizung macht es technisch keinen Unterschied, ob das Gas per Pipeline oder als LNG ankam. Wirtschaftlich schon: LNG wird weltweit gehandelt, und Europa konkurriert mit asiatischen Käufern um jede Tankerladung. Wird LNG knapp oder teurer, steigt der Großhandelspreis, und Versorger geben das mit Verzögerung über den Arbeitspreis weiter, weil sie ihr Gas über Monate im Voraus einkaufen. Netzentgelte, CO₂-Preis und Steuern machen den Rest des Haushaltspreises aus und hängen nicht vom Lieferweg ab.

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