CO₂-Preis einfach erklärt
Der CO₂-Preis bezeichnet die Kosten für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid. Beim Heizen mit Gas oder Öl können Lieferanten ihre Kosten für Emissionszertifikate über den Brennstoffpreis weitergeben.
Was bedeutet CO₂-Preis?
Im nationalen Brennstoffemissionshandel werden Zertifikate seit 2026 versteigert. § 10 Abs. 2 BEHG legt für 2026 einen Auktionskorridor von 55 bis 65 Euro je Zertifikat fest. Die Spanne ist keine Obergrenze für sämtliche Beschaffungswege oder für den gesamten Gas- und Heizölpreis.
Stand 7. Oktober 2026 ist die Verlängerung dieses Korridors auf 2027 noch ein Regierungsentwurf (Drucksache 21/7869). Die öffentliche Anhörung im Bundestag am selben Tag ist kein Gesetzesbeschluss. Eine Preisgarantie für 2027 lässt sich daraus nicht ableiten.
Eine Wärmepumpe vermeidet den eigenen Gas- oder Ölverbrauch. Strom und Fernwärme sind aber nicht automatisch frei von CO₂-Kosten: Entscheidend sind unter anderem die Energieerzeugung und der Tarif. Vergleichen Sie deshalb die gesamten Heizkosten, nicht nur den Tonnenpreis.
Primärquellen: geltender § 10 BEHG (https://www.gesetze-im-internet.de/behg/__10.html) und Bundestagsbericht zur Anhörung vom 7. Oktober 2026 (https://www.bundestag.de/ausschuesse/umwelt/sitzungen/1215394-1215394).
Warum ist der Begriff für Eigentümer wichtig?
Für Ihre Rechnung brauchen Sie den Brennstoffverbrauch und die dazugehörigen Emissionen. Prüfen Sie, welchen CO₂-Kostenanteil Ihr Lieferant ausweist; ein Zertifikatspreis allein erklärt nicht den gesamten Arbeitspreis.


