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ETS2

Was bedeutet ETS2?

Der Emissionshandel für Gebäude und Straßenverkehr (ETS2) ist ein eigenes System neben dem klassischen EU-ETS, der Industrie und Stromerzeugung abdeckt. Er basiert auf dem Cap-and-Trade-Prinzip: Die Gesamtmenge an erlaubten Emissionen wird begrenzt und schrittweise gesenkt. Wer fossile Brennstoffe für Heizung oder Verkehr liefert, muss Zertifikate für die entstehenden CO₂-Emissionen vorhalten.

Im Gegensatz zum Haupt-ETS betrifft ETS2 nicht die Endverbraucher direkt, sondern die Lieferanten von Heiz- und Kraftstoffen. Die Kosten können sich jedoch mittelbar auf die Preise für Gas, Heizöl und Benzin durchschlagen. Die ETS2-Richtlinie sieht vor, die Emissionen in diesem Sektor bis 2030 um 42 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 zu senken.

Die Reform der ETS2-Richtlinie wurde ursprünglich für 2027 angesetzt und auf 2028 verschoben, um die Energiepreisentwicklung zu beobachten. Zehn EU-Mitgliedstaaten haben die Kommission vor spürbaren Mehrkosten für Haushalte gewarnt. Die endgültigen Auswirkungen auf deutsche Eigentümer hängen von der Ausgestaltung und nationalen Umsetzung ab.

Warum ist der Begriff für Eigentümer wichtig?

Eigentümer mit Gas- oder Ölheizung sind potenziell betroffen, wenn Lieferanten ihre CO₂-Kosten an die Endkunden weitergeben. Wer auf eine Wärmepumpe umstellt, ist von diesem Mechanismus kaum betroffen, da der Stromverbrauch einer Wärmepumpe nicht unter ETS2 fällt.

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