Netzwerk im Garten und Nebengebäude – Kosten kalkulieren: Gerät, Installation, Prüfung und Wartung

Eine Gesamtkostenrechnung über eine realistische Nutzungsdauer. Im Mittelpunkt: Geräte, Leitungswege, Montage, Prüfungen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Geräte, Leitungswege, Montage.
  • Der Beitrag liefert eine Gesamtkostenrechnung über eine realistische Nutzungsdauer.
  • Die Seite behandelt nur Budget und laufenden Aufwand.

Der Graben ist der Kostenblock, alles andere ist Zubehör

Bei einer Netzanbindung von Garten oder Nebengebäude verteilen sich die Kosten völlig anders als bei einer Installation im Haus. Kabel, Umsetzer und Außengeräte sind überschaubare Posten. Preisbestimmend ist der Erdbau: das Öffnen der Trasse, die Bettung, das Verfüllen und vor allem die Wiederherstellung der Oberfläche.

Daraus folgt die wichtigste Regel für die Kalkulation: Der Preis skaliert nicht mit der Länge der Strecke, sondern mit dem, was auf der Strecke liegt. Ein Graben über Rasen ist ein anderer Vorgang als eine Querung von Pflaster, Plattenbelag, Terrasse oder Zufahrt. Erfassen Sie deshalb die Trasse abschnittsweise nach Oberfläche und rechnen Sie jeden Abschnitt einzeln, bevor Sie Angebote vergleichen.

Kostenblöcke und was sie treibt

Kostenblock Anfall Treiber Woran das Angebot kippt
Grabungsarbeit einmalig Länge, Bodenart, Zugänglichkeit für Maschinen Handschachtung im Wurzelbereich nicht berücksichtigt
Oberflächenwiederherstellung einmalig Pflaster, Platten, Rasen, Zufahrt als bauseits ausgewiesen
Leerrohr und Bettung einmalig Trassenlänge, Zahl der Rohre nur ein Rohr ohne Reserve kalkuliert
Kabel oder Faser einmalig Länge, Ausführung für Erdverlegung Innenkabel angeboten, das im Erdreich altert
Spleiß und Konfektionierung einmalig Zahl der Enden, Fasertyp Fachleistung nicht enthalten
Umsetzer und Außengeräte mehrjährig Zahl der Endpunkte, Schutzart Gehäuse ohne ausgewiesene Schutzart
Überspannungsschutz einmalig, Prüfung laufend Zahl der eintretenden Leitungen für den Datenweg vergessen
Potentialausgleich und Erdung einmalig Bauliche Trennung der Gebäude Position fehlt vollständig
Stromversorgung vor Ort einmalig, dann laufend vorhandener Anschluss im Nebengebäude Umsetzer braucht Strom, keiner ist da
Prüfung nach Gewitter anlassbezogen Häufigkeit von Blitzereignissen Schutzgeräte werden nie kontrolliert

Die Medienwahl verschiebt die Rechnung dauerhaft

Zwischen zwei baulich getrennten Gebäuden konkurrieren Kupfer und Lichtwellenleiter. Der Kabelpreis unterscheidet sich, aber er ist nicht die entscheidende Größe. Entscheidend sind die Folgekosten der Kupferlösung: ein mitgeführter Potentialausgleichsleiter, Überspannungsschutzeinrichtungen an beiden Enden und deren regelmäßige Kontrolle sowie das Risiko, dass ein Blitzereignis in der Nachbarschaft die Technik in beiden Gebäuden beschädigt.

Die Faserlösung erzeugt dagegen zwei zusätzliche Positionen, die einmalig anfallen: den Spleiß beziehungsweise die Konfektionierung durch einen Fachbetrieb und je einen Umsetzer an beiden Enden. Diese Umsetzer brauchen Strom, was im Nebengebäude einen vorhandenen Anschluss voraussetzt.

Über eine lange Nutzungsdauer gerechnet gewinnt die Faser regelmäßig, weil die wiederkehrenden Positionen der Kupferlösung entfallen. Der Bruch in der Rechnung entsteht nur dann, wenn im Nebengebäude gar keine Stromversorgung existiert; dann ist eine kupfergespeiste Lösung zunächst günstiger, verlagert die Kosten aber in den Schutzaufwand.

Wiederherstellung ist die Position mit dem größten Streuungsrisiko

Fragen Sie bei jedem Angebot ausdrücklich, welcher Oberflächenzustand nach Abschluss geschuldet ist. Zwischen wieder eingesäter Rasenfläche, wieder eingebautem Pflaster mit neuem Fugenmaterial und einem lediglich verfüllten Graben liegen erhebliche Unterschiede, die sich im Angebotsbetrag oft nicht abbilden.

Drei Punkte gehören schriftlich geklärt: Wer stellt Pflaster und Plattenbeläge wieder her, wer trägt das Setzungsrisiko in den ersten Monaten nach dem Verfüllen, und wer entsorgt den Bodenaushub, sofern er nicht wieder eingebaut wird. Der letzte Punkt wird regelmäßig übersehen und kann bei belastetem Boden erheblich werden.

Zeitliche Zwänge, die Geld kosten

Die Trassenführung ist nicht zu jeder Jahreszeit zulässig. Das Bundesnaturschutzgesetz untersagt in § 39 zwischen dem 1. März und dem 30. September das Abschneiden, das Auf-den-Stock-Setzen und die Beseitigung von Gehölzen, ausdrücklich auch von Hecken und lebenden Zäunen. Führt die Trasse durch einen Heckenverlauf, ist die Ausführung damit auf das Winterhalbjahr beschränkt.

Für das Budget bedeutet das zweierlei. Erstens: Ein Vorhaben, das im Frühjahr beschlossen wird, kann sich um Monate verschieben, und mit ihm die Preisbindung eines Angebots. Zweitens: Wer die Trasse so plant, dass Gehölze umgangen werden, spart nicht nur den Rückschnitt, sondern auch die zeitliche Bindung. Im Wurzelbereich von Bäumen kommt Handschachtung statt maschineller Grabung hinzu, was den Arbeitsaufwand für den betroffenen Abschnitt deutlich erhöht.

Laufende Kosten im Außenbereich

Außentechnik hat einen dauerhaften Aufwand, den Innentechnik nicht kennt. Dazu zählen die jährliche Sichtkontrolle von Gehäusen, Dichtungen und Kabeleinführungen, der Ersatz von Dichtungen und Kabelverschraubungen nach UV-Belastung, die Kontrolle der Zustandsanzeigen von Überspannungsschutzeinrichtungen und deren Austausch nach Ansprechen sowie die Beseitigung von Wasser, das trotz Gefälle in ein Leerrohr gelaufen ist.

Hinzu kommt der Stromverbrauch aller Geräte im Nebengebäude, die rund um die Uhr laufen: Umsetzer, Switch, Zugangspunkt, gegebenenfalls Kameratechnik. Ermitteln Sie ihn mit einem Energiekostenmessgerät und rechnen Sie ihn auf die Nutzungsdauer hoch; im Außenbereich fällt zusätzlich auf, dass Geräte mit Heizung im Gehäuse im Winter deutlich mehr aufnehmen.

Entscheidungsbaum für das Budget

  • Ist bereits ein Leerrohr vom Haupthaus zum Nebengebäude vorhanden, entfällt der größte Kostenblock. Prüfen Sie zuerst Durchgängigkeit und Zugdraht, bevor Sie irgendetwas anderes kalkulieren.
  • Steht ohnehin eine Gartenbaumaßnahme, eine neue Zuleitung oder eine Pflasterarbeit an, ist der Anschluss an diese Maßnahme die mit Abstand günstigste Variante.
  • Führt die Trasse ausschließlich über Rasen und ist maschinell zugänglich, bleibt der Erdbau im überschaubaren Rahmen.
  • Muss befestigte Fläche geöffnet werden, prüfen Sie zuerst eine Funkstrecke zwischen beiden Gebäuden. Sie erspart Graben und Wiederherstellung vollständig, ist aber wetter- und sichtabhängig.
  • Existiert im Nebengebäude keine Stromversorgung, ist das die eigentliche Baumaßnahme. Die Netzwerkanbindung wird dann sinnvollerweise mitgeplant und nicht getrennt beauftragt.

Wo Eigenleistung wirklich spart

Sie können den Trassenverlauf abstecken, Oberflächen abschnittsweise erfassen, Rasenflächen selbst öffnen und wieder herstellen, Leerrohre verlegen und Zugdrähte einziehen, die Fotodokumentation der offenen Trasse anfertigen und den Bestandsplan führen. Bei reinen Rasentrassen ist das der größte einzelne Einsparposten des Vorhabens.

Nicht in Eigenleistung möglich sind der Spleiß von Lichtwellenleitern, die Auslegung und Montage von Überspannungsschutzeinrichtungen, jede Herstellung oder Änderung von Erdungs- und Potentialausgleichsverbindungen, die Bewertung der Trennung von Energie- und Datenleitungen im gemeinsamen Graben sowie jede Arbeit an der festen elektrischen Anlage. Letztere ist nach der Niederspannungsanschlussverordnung einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten. Kalkulieren Sie diese Positionen als Fremdleistung und streichen Sie sie nicht aus dem Angebot heraus, um den Betrag zu senken.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Bundesnaturschutzgesetz – aktueller Gesetzestext
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