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g-Wert einfach erklärt

Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, welcher Anteil der auf eine Verglasung treffenden Sonnenenergie als Wärme in den Raum gelangt; ein g-Wert von 0,5 bedeutet 50 Prozent.

Was bedeutet g-Wert?

Der g-Wert fasst zwei Wege zusammen: die Strahlung, die direkt durch das Glas geht, und die Wärme, die das Glas selbst aufnimmt und nach innen abgibt. Er liegt zwischen 0 und 1 und bezieht sich nur auf die Verglasung, nicht auf Rahmen oder Sonnenschutz. Hersteller geben ihn im Datenblatt des Isolierglases an.

Typische Werte: Normale Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung erreicht etwa 0,6 bis 0,7, moderne Dreifachverglasung um 0,5, weil jede zusätzliche Scheibe und Beschichtung Energie zurückhält. Spezielle Sonnenschutzgläser liegen zwischen etwa 0,48 und 0,25, einzelne Produkte noch darunter. Je niedriger der g-Wert, desto weniger Sonnenwärme dringt ein, im Winter wie im Sommer.

Der Ug-Wert ist etwas anderes. Er beschreibt in W/(m²·K), wie viel Wärme bei einem Temperaturunterschied durch das Glas nach außen verloren geht; kleiner ist besser. Zweifach-Wärmeschutzglas liegt um 1,0 bis 1,1, Dreifachglas bis hinunter zu 0,5. Ein Fenster mit niedrigem Ug-Wert hält Wärme drinnen, der g-Wert entscheidet, wie viel kostenlose Sonnenwärme hineinkommt. Beide stehen im Zielkonflikt, weil zusätzliche Scheiben meist auch den g-Wert senken.

Für Neubauten verlangt § 14 GModG (früher GEG) den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2. Beim vereinfachten Verfahren geht der g-Wert zusammen mit Fensterfläche und dem Abminderungsfaktor Fc des Sonnenschutzes in den Sonneneintragskennwert ein: S = Σ(Fensterfläche × g × Fc) ÷ Grundfläche. Je nach Klimaregion darf eine Grenztemperatur von 25, 26 oder 27 °C nur in einem begrenzten Teil der Nutzungszeit überschritten werden.

Warum ist der Begriff für Eigentümer wichtig?

Ein hoher g-Wert ist an Süd- und Westfenstern im Winter ein Gewinn und im Sommer ein Problem. Sonnenschutzglas senkt die Hitze dauerhaft, nimmt aber auch im Winter solare Gewinne und oft Tageslicht; die Lichttransmission sollte deshalb im selben Datenblatt geprüft werden. Wirksamer ist meist ein außenliegender Sonnenschutz, weil er die Strahlung abfängt, bevor sie das Glas erreicht, und im Winter hochgefahren werden kann.

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