Bidirektionales Laden (V2G) einfach erklärt
Bidirektionales Laden ermöglicht es, dass ein Elektroauto nicht nur Strom aus dem Netz bezieht, sondern ihn auch zurückgibt – das Auto fungiert als mobiler Stromspeicher.
Was bedeutet Bidirektionales Laden (V2G)?
Beim bidirektionalen Laden speist das Elektroauto Strom aus seinem Akku zurück in das Hausnetz (Vehicle-to-Home, V2H) oder in das öffentliche Stromnetz (Vehicle-to-Grid, V2G). Das Fahrzeug wird damit zu einem mobilen Speicher, der flexibel auf Energieangebot und -nachfrage reagiert.
Praktische Anwendungsfälle sind die Notstromversorgung bei Blackout, das Glätten von Lastspitzen durch Einspeisung überschüssigen PV-Stroms und in Zukunft der Verkauf von Strom an den Markt. Die Technik erfordert eine bidirektionale Wallbox (ab 1.500 Euro) und ein V2G-fähiges Fahrzeug.
Die rechtliche und technische Infrastruktur ist in Deutschland noch im Aufbau. Nicht alle Elektroautos unterstützen V2G, und die Marktintegration ist noch nicht vollständig geregelt. Für die meisten Hausbesitzer ist bidirektionales Laden aktuell eine Zukunftsinvestition.
Warum ist der Begriff für Eigentümer wichtig?
Bidirektionales Laden ist für die meisten Eigentümer aktuell eine Zukunftsinvestition. Es lohnt sich vor allem, wenn Sie ein V2G-fähiges Auto besitzen oder planen und eine Photovoltaikanlage haben. Die höheren Kosten für bidirektionale Wallboxen und die begrenzte Fahrzeugverfügbarkeit sollten Sie bei der Planung berücksichtigen.
