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Hausanschluss einfach erklärt

Der Hausanschluss ist der Punkt, an dem ein Gebäude mit dem öffentlichen Versorgungsnetz verbunden ist; seine Anschlussleistung bestimmt, welche Geräte gleichzeitig betrieben werden können und wann eine Erweiterung nötig wird.

Was bedeutet Hausanschluss?

Der Hausanschluss übersetzt die vom Netzbetreiber bereitgestellte Leistung in die Versorgung des Gebäudes. Üblich sind Hausanschlüsse mit 32 A, 63 A oder 125 A; die tatsächlich nutzbare Leistung ergibt sich aus Spannung, Phasenzahl und Sicherungsstärke. Bei einem typischen 63-A-Drehstromanschluss bewegt sich die Anschlusskapazität in der Größenordnung von rund 43 kVA. Große Geräte wie Elektroherd, Durchlauferhitzer, Wärmepumpe oder Wallbox beanspruchen hiervon einen erheblichen Teil. Summiert sich die Bemessungsleistung aller geplanten Lade- und Verbrauchseinrichtungen auf mehr als 12 kVA je elektrischer Anlage, verlangt § 19 Absatz 2 NAV die zusätzliche Zustimmung des Netzbetreibers.

Liegt die Kapazität nicht aus, gibt es im Wesentlichen drei Wege: Die Aufnahme erfolgt mit Auflagen, etwa einer dauerhaften Begrenzung bestimmter Geräte; ein vorgeschriebenes dynamisches Lastmanagement verwaltet die verfügbare Leistung automatisch; oder der Hausanschluss selbst wird verstärkt. Bei einer solchen Erweiterung tragen Sie die Anschlusskosten und können je nach Umfang nach § 11 Absatz 4 NAV zusätzlich einen Baukostenzuschuss schulden. Solche Verfahren dauern erfahrungsgemäß deutlich länger, weil Netzbetreiber und örtliche Verteilstufen betroffen sind.

Darüber hinaus: Seit 2024 dürfen Netzbetreiber den Anschluss steuerbarer Geräte wie Wallboxen jenseits von 4,2 kW nicht mehr ausschließlich mit möglichen Netzengpässen ablehnen. Vielmehr müssen solche Geräte als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG eingerichtet sein, was Optionsmöglichkeiten eröffnet, Leistung zeitversetzt aufzunehmen, ohne dass der Netzbetrieb beeinträchtigt wird.

Warum ist der Begriff für Eigentümer wichtig?

Die Anschlusskapazität grenzt Ihre Möglichkeiten bei der Geräteausstattung und Erweiterungen eng ein. Bevor Sie eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder ähnliche große Verbraucher anschaffen, sollten Sie die verfügbare Leistung und mögliche Einschränkungen gemeinsam mit Elektrofachbetrieb und Netzbetreiber prüfen. Klären Sie vor der Bestellung außerdem, ob im Zählerschrank genug Platz für zusätzliche Leitungen und Steuerungen vorhanden ist, damit nachträgliche Termine vermieden werden. Scheint die Kapazität knapp, lassen Sie sich Alternativen wie Lastmanagement oder zeitversetzte Lastaufnahme erläutern, bevor Sie in eine teure Anschlussverstärkung investieren.

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